Pflegeleitbild des Propsteialtenheimes
Grundsätze unserer Arbeit

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Unser Pflegeleitbild
Unser Pflegekonzept

1. Christliches Menschenbild

Wir verpflichten uns dem Doppelgebot der Liebe (Mk. 12,30 + 31).
Gott, der alle Menschen bedingungslos liebt, ist der Grund ihrer unantastbaren, Leben und Gesundheit übersteigenden Würde.
Im Glauben an diesen Gott sind die Hoffnung auf einen letzten guten Sinn aller Lebenswege ebenso angelegt, wie die liebevolle Rücksichtnahme und freundliche Zuwendung zu denen, die uns brauchen.

Unsere Arbeit geschieht in der solidarischen Gemeinschaft von Menschen, die sich von den Worten Jesu Christi leiten lassen:
„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzer Seele und von ganzem Gemüt.
(5. Mose 6,5).
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst
(3. Mose 19,18).

2. Pflegeverständnis

Jeder Bewohner unseres Hauses soll so selbstbestimmt wie möglich am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
Diejenigen, die auf unsere Hilfe angewiesen sind, sollen sich in unserer Gegenwart wohl fühlen.

Wir respektieren die Würde jedes Einzelnen.
Wir begegnen den Menschen zugewandt, sie finden bei uns Gehör.
Wir helfen ihnen, wo sie unserer Unterstützung bedürfen.

Wir achten darauf, dass wir sie nicht einengen und entmündigen.
Wir sind nicht berechtigt, ungebeten Hilfe zu geben oder Hilfebedarf zu unterstellen.

3. Gestaltung der Pflege

Wir pflegen nach dem wissenschaftlich anerkannten Pflegemodell der Professorin
Frau Dr. Monika Krohwinkel.

Wir pflegen im Bezugspflegesystem.

Wir planen gemeinsam mit dem Bewohner, dessen Angehörigen oder Betreuer die individuellen Pflegeziele und unsere entsprechenden pflegerischen Leistungen.

Wir fördern die Unabhängigkeit des Bewohners durch aktivierende Pflege.

Wir überprüfen die Ergebnisse unserer
Dienstleistungen regelmäßig.

Wir betrachten nicht nur hilfs- und pflegebedürftige Menschen als Empfänger unserer Dienstleistungen.

Auch die Partner, die helfen, unsere Arbeit zu tun und zu finanzieren, sollen mit der Qualität der Leistungen zufrieden sein.

Wir pflegen mit dem Ziel
der kontinuierlichen Qualitätsentwicklung
in Vernetzung mit anderen Berufsgruppen
des Gesundheits-, Kultur- und Sozialwesens sowie Ehrenamtliche.

4. Qualitätssicherung

Wichtigste Voraussetzung und Bedingung für die Arbeit im Propsteialtenheim ist es, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen, zu fördern und weiterzubilden, die den christlichen Auftrag mittragen.

Ihre Fähigkeiten, ihre Professionalität, ihre Leistungsbereitschaft und ihre Einsatzfreude entscheiden über das Gelingen der Arbeit.

Die Führungskräfte tragen
Verantwortung für die Arbeitsergebnisse der Mitarbeitenden und pflegen einen kooperativen Führungsstil, der menschliches Arbeitsklima und Solidarität im Organisationsgefüge fördert.

Die Führungskräfte sind konsequent und verbindlich in ihrem Handeln und verantwortlich für:

  • Überschaubare Organisationseinheiten
  • Klare Aufgabenzuordnung
  • Möglichkeiten zur Mitbestimmung und zu eigenverantwortlichem Handeln
  • Enge Kommunikation und Kooperation der Mitarbeiterschaft
  • Deutlich vereinbarte Zielsetzungen
  • Klare Entscheidungskompetenzen
  • Stetige Fortentwicklung der fachlichen Kompetenz

Die Führungskräfte beraten und fördern die Mitarbeitenden durch regelmäßige Gespräche, in denen Stärken und Schwächen offen angesprochen werden.

Die Einrichtung nimmt teil an Streitschlichtungsvervahren vor der Verbraucherschlichtungsstelle:

Allgemeine Verbraucherschlichtungsstelle des Zentrums für Schlichtung e. V.
Straßburger Str. 8, 77694 Kehl
Tel.: +49 7851 7959883
Fax.: +49 7851 9914885
www.verbraucher-schlichter.de
mail@verbraucher-schlichter.de

5. Der Umgang mit Kollegen und Kolleginnen und Mitarbeitern anderer Berufsgruppen

Wir stellen Ansprüche zuerst an uns selbst.
Wir wissen, dass unsere Fähigkeiten und unsere Leistungsbereitschaft ebenso Voraussetzungen für unseren Erfolg sind, wie unsere gute Zusammenarbeit.

Wir halten direkte Kontakte zu anderen Berufsgruppen und ehrenamtlich Mitarbeitende.
Wir unterstützen eine gleichberechtigte Zusammenarbeit aller Bereiche.

Wir kommunizieren produktiv und informieren verlässlich zur Optimierung von Arbeitsprozessen und zur Zufriedenheit unserer Bewohner.

Wir pflegen einen Umgang untereinander, der geprägt ist von persönlicher Wertschätzung.

Wir erkennen Konflikte und Probleme, nehmen sie an und suchen gemeinsam nach Lösungen, statt nach Schuldigen.

Wir bejahen Supervision durch unabhängige Experten.

Ein wichtiger Leitgedanke für uns ist es, neue, auch ungewöhnliche Wege zu beschreiten, um unsere Ziele zu erreichen.

Wir können uns von überholten Arbeitsweisen trennen.

6. Corporate Identity

Die aktive Förderung christlicher Wertvorstellungen im Propsteialtenheim und das Wirtschaftlichkeitsgebot müssen nicht im Widerspruch zueinander stehen.

Beide Ziele sind notwendig, um unsere Arbeit auch in der Zukunft in der gewohnten Qualität leisten zu können.

Wir identifizieren uns mit den vereinbarten Zielen, deren Grundlagen die Richtlinien des Kirchenkreises bilden.

Alle Mitarbeitenden sind Mitglieder einer Kirchengemeinschaft.

Wir Mitarbeitende tragen loyal und gleichermaßen Verantwortung für Klima und Zusammenarbeit.

Das vorliegende Leitbild ist verpflichtend in unserem Handeln.

Es ist Bestandteil unseres Pflegekonzepts und wurde mit den Mitarbeitenden des Propsteialtenheimes im März 2007 überarbeitet.